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Behandlung der Einwendungen zu geplanten Umgehungsstraße durch den Gemeinderat

 

Demokratie ist, das nicht alle das Gleiche denken. Dadurch wird es möglich, Sachverhalte  von vielen Seiten her zu beleuchten. Die IG Lärmschutz hat – ausgelöst durch die beabsichtige neue Ortsumgehung – auf die spezielle und inzwischen allgemeine    Lärmproblematik im Ortsteil Dettingen aufmerksam gemacht. Und dadurch grundlegende Diskussionen ausgelöst und ermöglicht. Bürgerinnen und Bürger haben Einwendungen erhoben, haben sich die Mühe gemacht, auf  schon jetzt untragbare Situationen und weitsichtig auf die Folgen weiterer Planungen aufmerksam zu machen.

 

 

Die Gemeinde Karlstein hat  im Planfeststellungsverfahren zur neuen Ortsumgehung  Stellung zu den Einwendungen der Träger öffentlicher Belange und der zahlreichen privaten Einwänder zu nehmen.

 

Aus dem Mitteilungsblatt erfuhren die Bürgerinnen und Bürger drei Arbeitstage vor

der Gemeinderatssitzung, dass ihre Einwendungen dort behandelt werden sollten.

Zu Beginn der Sitzung beschloss der Gemeinderat einstimmig, zuerst die Träger öffentlicher Belange zu beraten. Originalton „Mal sehen wie weit wir kommen.“  

Also saßen die zwar wegen der Kurzfristigkeit der Bekanntgabe wenigen Ortsbürger/innen

nach einem brütensheißen Tag sprachlos drei Stunden vor einem drei Stunden kaugummi-kauenden Planer und  endlos erscheinenden Vorlesungen, nur unterbrochen gottlob von mal nicht einheitlicher Beschlussfassung  zum Vorschlag des Immissionsschutzes der Regierung von Unterfranken in Sachen Lärmschutzwall. SPD, Grüne und der Vertreter der FDP wollten diesen Vorschlag in die Stellungnahme der Gemeinde mit aufgenommen wissen. Die Mehrheitsfraktion lehnte dies einstimmig ab, genauso wie den Vorschlag, die Straße tiefer zu legen.  Zur Beratung und Beschlussfassung unserer Einwende kam es wegen der über 30 Stellungnahmen der Träger öffentlicher  Belange  natürlich nicht.

Aber zu einer Absichtserklärung, Lärmschutz installieren zu wollen, wenn......

 

Die Fortsetzung der Sitzung ist für den 5. August geplant. Laut Main-Echo soll diese dann bereits um 18.30 Uhr beginnen. Es ist zwar damit zu rechnen, dass unsere Einwende  und Vorschläge allesamt abgeschmettert werden, aber trotzdem sollten wir am 5. August anwesend sein, um das inzwischen anerkannte Problem „Lärm in Dettingen“ und insbesondere im Lindig und im Baugebiet Hörsteiner Straße wirkungsvoll zu demonstrieren.

Aussage der Bürgermeisters in der Sitzung vom 22. Juli „In  diesem Gebiet ist es durch Autobahn und Bahn schon so laut, dass die zusätzlichen (14.000! - Anm. der Redaktion) Fahrzeuge nur minimal den Lärmpegel dort erhöhen“.

Wir sind mit unserem Anliegen in guter Gesellschaft mit inzwischen weltweiten Erkenntnissen in Sachen Schädlichkeit von Lärm. Im Übrigen hat der Bund Naturschutz in seiner Stellungnahme den Nutzen der neuen Straße generell in Zweifel gezogen.

 

Falls der 5. August sehr heiß wird,  empfehlen wir allen Besucherinnen und Besuchern dieser Gemeinderatssitzung sich selbst etwas zum Trinken mitzunehmen.  Am 22. Juli waren zwar auf den Tischen des Gemeinderatsgremiums reichlich Getränke vorhanden. Aber eben nicht für die Zuhörer.

Ach ja, wenn an diesem Tag der Beratung nicht abgeschlossen werden kann, ist sogar noch ein weiterer Termin dafür einzuplanen. So jedenfalls steht es im Main-Echo-Bericht zur Sitzung vom 22. Juli.

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